KISS

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KISS 2016-12-09T14:19:43+00:00

Der Begriff KISS steht für Kopfgelenk-Induzierte Symmetrie-Störung.

Er macht auf Zusammenhänge zwischen dem Auftreten von Fehlfunktionen insbesondere am oberen Wirbelsäulenpol (Kopfgelenke) sowie der Entstehung von Entwicklungsstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter aufmerksam. Häufig findet man solche Störungen in Kombination mit weiteren Störungen.

Viele Säuglinge reagieren mit Haltungsauffälligkeiten. Einige liegen wie ein „C“ im Bettchen und schauen vermehrt in eine Richtung. Dadurch kommt es ggf. zu einer asymmetrischen Schädelform. Manchmal kann man eine gewisse Asymmetrie des Gesichtes erkennen (eine Gesichtshälfte erscheint kleiner) = KISS I. Andere strecken sich nach hinten durch („Flitzebogenhaltung“), um der Einschränkung beim Drehen auszuweichen (KISS II) und reiben dadurch die Haare am Hinterkopf etwas ab („KISS-Fleck“).

Oft bestehen sogenannte vegetative Symptome in unterschiedlichster Form. So berichten zahlreiche Eltern über abendliche Schreiattacken ihrer andere Säuglinge spucken vermehrt, sabbern viel oder es treten Stillprobleme auf. Einige schlafen schlecht und machen selbst nach dem ersten Geburtstag die Nacht zum Tag. Manche Babys sind wiederum ganz „brave“ Kinder und fallen nur auf, weil sie „bewegungsfaul“ sind und motorische Entwicklungsrückstände bestehen.

Das Konzept der Kopfgelenk-Induzierten Symmetriestörung soll auf den Zusammenhang von Wirbelsäulenfehlfunktionen und Abweichungen von der normalen Säuglings- und Kleinkindentwicklung hinweisen. Meines Erachtens werden derartige Zusammenhänge immer noch unterschätzt. Eine ausgedehnte Anamnese bei den Eltern und gute Untersuchung des Kindes können manches klären, inwiefern das KISS-Syndrom ein isoliertes Phänomen ist.

Voraussetzung ist, dass bei diesem Syndrom eine schulmedizinische Untersuchung vorab erfolgt ist. Denn hinter den genannten Symptomen können sich wichtige Erkrankungen verbergen. Die Wirksamkeit dieser Therapie ist zwar nicht immer von seiten der Schulmediziner bestätigt worden, dennoch meine ich, sollte man diese Therapie verantwortungsvoll anbieten. Nicht immer gibt es Studien, welche eine Methode wissenschaftlich hinreichend belegen.