Becken

Die Hüfte ist eine der beiden seitlich hervorstehenden Körperpartien zwischen den unteren Rippen und dem Oberschenkel. Sie wird geformt aus dem oberen Teil des Beckenknochens, dem Hüftknochen und den Muskeln und Fettpolstern, die ihn umgeben.

Die Hüfte enthält ein Kugelgelenk. Die Kugel ist Teil des Oberschenkelknochens (Femur). Die Schale ist Teil des Beckenknochens und wird auch Pfanne genannt. Die Reibung zwischen den beiden Knochen im Gelenk wird vermindert durch Knorpel und Gelenkflüssigkeit. Der Schwerpunkt des menschlichen Körpers liegt hinter der Beckenmitte, so dass der Körper die Tendenz hätte, nach hinten zu fallen. Das Zusammenspiel verschiedener Muskeln und Bänder an Becken und Oberschenkel wirkt dieser Tendenz entgegen. Dadurch ist das Becken nach vorn und hinten frei beweglich. Begrenzt wird diese Bewegungsfreiheit nur durch einige Bänder.

Hüfte und Hüftgelenk sind anfällig gegen zahlreiche Erkrankungen und Verletzungen. Bei Kindern ist gelegentlich eine Missbildung des Oberschenkelknochens zu beobachten, die dazu führt, dass der Oberschenkelknochen nicht in der Pfanne liegt. Eine der häufigsten Hüftgelenkverletzungen bei Sportlern ist die Dislokation (Ausrenkung) des Oberschenkelknochens aus der Pfanne. Bei älteren Menschen genügt oft schon ein Sturz, um eine Fraktur des Oberschenkelhalsknochens (das ist die Partie direkt unterhalb der Knochenkugel) zu bewirken. Darüber hinaus ist das Hüftgelenk anfällig gegen Tuberkulose und gegen entzündliche Veränderungen, wie z. B. Arthritis. Das beschädigte Hüftgelenk wird heute vielfach operativ gegen ein künstliches Gelenk ausgetauscht. In Deutschland werden jährlich rund 80 000 künstliche Hüftgelenke implantiert. Ein Chemnitzer Maschinenbauingenieur stellte 1998 ein neues künstliches Hüftgelenk vor, das erheblich länger halten soll als bisherige Modelle.

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