Was ist Orthopädie?

Orthopädie ist ein Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen, Verletzungen, Fehlbildungen und Funktionsstörungen des Bewegungsapparats beschäftigt, also der Knochen, Gelenke, Bänder, Muskeln und Sehnen. Der Orthopäde behandelt u. a. folgende Störungen: Knochenverletzungen wie Brüche und Verrenkungen; Gelenkbeschwerden wie Verstauchungen, Knorpelrisse und Bänderdehnungen; Entzündungen von Muskel- und Bindegewebe wie Schleimbeutel-, Muskel- und Sehnenscheidenentzündungen; außerdem Rückenbeschwerden wie Verstauchungen, Bandscheibenschäden und Haltungsschäden; Fußerkrankungen wie Platt- und Klumpfüße und Beschwerden am Hals, z. B. nach Verstauchungen oder Arthritis.

Röntgenbild des Knies in zwei Ebenen

Bei orthopädisch-chirurgischen Eingriffen verwendet man mechanische Hilfsmittel wie Gurte, Schienen und Gipsverbände; insbesondere zum Einrichten von Knochenbrüchen werden Schrauben, Stifte, Nägel und Bolzen eingesetzt. Heute sind solche Operationen Routine; viele Fehlbildungen werden ausschließlich mit chirurgischen Mitteln korrigiert.

Osteosynthese einer Unterschenkelfraktur

Verbesserte Röntgenverfahren ermöglichen eine genauere Diagnose von Knochen- und Gelenkverletzungen, und dies führt zu besseren Behandlungsergebnissen. Auch die Verpflanzung von Knochen, Muskelhaut, Muskeln und Sehnen mit dem Ziel, zerstörtes Gewebe zu ersetzen oder seine Funktion wiederherzustellen, selbst das Einsetzen neu entwickelter Metallprothesen als Ersatz für arthritische Gelenke sind heute allgemein üblich. Orthopädische Verfahren wurden bereits in der Antike angewandt. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war die Orthopädie ein Teilgebiet der Chirurgie.

CT und MRT